Frauen‑Selbstverteidigung beim bonn Shido e.V.

Ein starkes Kapitel von den 1990er bis in die 2000er Jahre Ein starkes Kapitel unserer Vereinsgeschichte Von den 1990er bis in die 2000er Jahre engagierte sich der bonn Shido e.V. mit großer Kontinuität im Bereich der Frauen‑Selbstverteidigung und Selbstbehauptung. Unter der Leitung von Hans‑Jürgen Goldman (9. Dan Kung‑Fu) und Jürgen Knees (4. Dan Taekwondo, 1.…


Ein starkes Kapitel von den 1990er bis in die 2000er Jahre

Ein starkes Kapitel unserer Vereinsgeschichte

Von den 1990er bis in die 2000er Jahre engagierte sich der bonn Shido e.V. mit großer Kontinuität im Bereich der Frauen‑Selbstverteidigung und Selbstbehauptung. Unter der Leitung von Hans‑Jürgen Goldman (9. Dan Kung‑Fu) und Jürgen Knees (4. Dan Taekwondo, 1. Dan Karate) entstanden praxisorientierte Kurse, die über viele Jahre hinweg zahlreiche Teilnehmerinnen erreichten und nachhaltig stärkten.

Erfahrung aus Kampfkunst und Berufsalltag

Die beiden Referenten brachten nicht nur ihre langjährige Kampfsporterfahrung ein, sondern auch wertvolles Fachwissen aus ihrer beruflichen Praxis:
Hans‑Jürgen Goldman war Polizeibeamter und Ausbilder bei der Bundespolizei und zählt zu den treibenden Kräften hinter dem sogenannten „Bielefelder Projekt“ – einem wegweisenden Modell zur gewaltpräventiven Selbstbehauptung von Frauen und Mädchen. Ziel dieses Projekts war es, durch realitätsnahe Rollenspiele, Verhaltenstraining und einfache Selbstverteidigungstechniken das Selbstbewusstsein zu stärken und Übergriffe bereits im Vorfeld zu verhindern. Dieses Konzept wurde vielfach adaptiert und war prägend für moderne Präventionskurse in ganz Deutschland.

Jürgen Knees, mit umfangreicher Erfahrung im Sicherheits‑ und Personenschutzbereich, ergänzte das Kurskonzept um praktische Perspektiven aus dem Schutzalltag – gemeinsam vermittelten sie eine realitätsnahe und alltagsgerechte Form der Selbstverteidigung, die gezielt auf die Bedürfnisse von Frauen eingeht.

Unterstützung durch die Stadt Bonn

Die Kursangebote wurden vom Kriminalkommissariat Vorbeugung der Bundesstadt Bonn unterstützt. Die Bedeutung solcher präventiven Programme wurde früh erkannt: Zahlreiche Bonnerinnen – von Schülerinnen über Studentinnen bis hin zu beruflich engagierten Frauen – nutzten die Angebote, um Selbstbewusstsein, Präsenz und Handlungssicherheit zu stärken.

Bielefeld als Vorreiter in der Vernetzung

In Bielefeld existiert zudem ein starkes Netzwerk kommunaler und zivilgesellschaftlicher Akteur*innen, das eng in Themen der Gewaltprävention und Opferhilfe eingebunden ist: Dazu gehören u. a. die Psychologische Frauenberatung e. V., der Frauennotruf Bielefeld und das Feministische Netzwerk Bielefeld (femnet-gegen-gewalt.de). Besonders erwähnt sei der Runde Tisch „Gewalt gegen Frauen“, der seit 2021 praktische Zusammenarbeit zwischen Polizei, sozialer Beratung, Stadtverwaltung und Fachstellen zur Verbesserung von Prävention und Opferschutz fördert (bielefeld.de).

Nachhaltiger Beitrag zur Gewaltprävention

Der bonn Shido e.V. setzte mit seinem Engagement in der Frauenselbstverteidigung ein starkes Zeichen – für Sicherheit, Selbstbewusstsein und Solidarität. Dieses Kapitel bleibt ein bedeutender Bestandteil unserer Vereinsgeschichte und prägt unsere Grundhaltung bis heute: Respekt, Verantwortung und die Stärkung des Einzelnen stehen im Mittelpunkt unserer Arbeit.


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